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Britische Botschaft beteiligt sich erstmalig am Berliner Festival of Lights

Der britische Künstler Ross Ashton verwandelt die Botschaftsfassade in der Wilhelmstraße in ein Lichtkunstwerk zum Thema „Green is GREAT“.

Botschafter Sir Sebastian Wood vor der angestrahlten Botschaft

Botschafter Sir Sebastian Wood vor der angestrahlten Botschaft

Die Britische Botschaft nimmt 2019 zum ersten Mal am Berliner Festival of Lights vom 11. - 20. Oktober teil und stellt ihren Beitrag unter das Motto „Green is GREAT“, das innerhalb der britischen Regierungs-Kampagne GREAT Britain den Themenbereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz bündelt.

In Großbritannien haben Politik und Gesellschaft früh die Dringlichkeit des Klimaschutzes erkannt und Weichenstellungen gesetzt, denen das Land heute seine positive Klimabilanz verdankt: Bereits 2008 gab es im britischen Parlament einen breiten Konsens für den „UK Climate Change Act“, das weltweit erste Klimaschutzgesetz mit ehrgeizigen Zielen und einem unabhängigen Kontrollgremium.

Im Juni 2019 wurde das Gesetz angepasst und sieht nun statt einer Reduzierung des CO2-Ausstoßes um 80% Klimaneutralität bis 2050 vor. Seit 1990 sind die Emissionen in Großbritannien um 42% gesunken, während die Wirtschaftsleistung um zwei Drittel anstieg. Dies ist vor allem dem Rückgang der Kohle und dem Ausbau Erneuerbarer Energien zu verdanken, insbesondere den Offshore-Windparks. Vor fünf Jahren kam noch 40% des britischen Stroms aus Kohlekraftwerken, inzwischen sind es nur noch knapp über 5%.

Auch international engagiert sich Großbritannien für den Klimaschutz: Während der UN-Generalversammlung Ende September beteiligte sich Großbritannien aktiv beim Climate Action Summit und initiierte die Global Ocean Alliance zum Meeresschutz, um mindestens 30% der Weltmeere bis 2030 zu marinen Schutzgebieten zu erklären. In Partnerschaft mit Italien hat sich Großbritannien zudem um die Ausrichtung des Klimagipfels COP26 im nächsten Jahr beworben, die gemeinsame Nominierung beider Länder mit Glasgow als primärem Austragungsort ist inzwischen offiziell.

Ross Ashton ist einer der bekanntesten Projektionskünstler weltweit. Zum goldenen Thronjubiläum von Königin Elizabeth II. und zum 60. Jahrestag des Endes des Zweiten Weltkriegs setzte er beispielsweise den Buckingham Palast spektakulär mit Lichtkunst in Szene. Seine Lichtinstallation „The Garden of the Eternal Spring“ am Hotel de Rome war im vergangenen Jahr eine der Attraktionen des Festival of Lights.

Das Festival of Lights findet dieses Jahr zum 15. Mal statt und verwandelt wie in vergangenen Jahren rund 100 markante Berliner Plätze und Bauwerke, nicht zuletzt das Brandenburger Tor, bei Dunkelheit in Lichtkunstwerke. Alljährlich zieht das Festival drei Millionen Besucher an.

Published 2 October 2019